Kennen Sie den Begriff „Serendipity“? Er bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und oft schöne überraschende Entdeckung erweist.
Unsere Informationswelt wird mittlerweile von Suchmaschinen bestimmt. CD Schränke bei Freunden (in denen man tolle Scheiben entdecken konnte) werden durch eine kleine Maschine namens iPod ersetzt. Fernsehen via Internet ersetzt das zappen, weil man alle Sendungen immer dann anschauen kann, wenn man Zeit hat. Podcasts haben den selben Effekt. Ebooks werden der nächste Schritt sein – weg vom Bücheregal. Qype weist uns den Weg in das nächste Restaurant mit mindestens acht positiven Empfehlungen. Die Musikvorschläge in iTunes, Diskussionsrunden in Xing oder in Facebook und Zwitschern in Twitter bieten keinen Ersatz. Sie stellen lediglich Info Management und Gruppendenken dar, anstatt echte neue Entdeckungen.
Für Serendipity braucht man Zeit und Ruhe. Entspannt mit dem Partner durch die Stadt spazieren und überraschend im Kino oder einem neuen Restaurant landen. Gelassen an Schaufenstern vorbeischlendern und spontan etwas Schönes kaufen oder auf dem Weihnachtsmarkt leckere Plätzchen entdecken. Ich glaube, Weihnachten hat das Potenzial Serendipity zu schützen !
Freitag, 18. Dezember 2009
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