Freitag, 18. Dezember 2009

Der Verlust der schönen Überraschungen

Kennen Sie den Begriff „Serendipity“? Er bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und oft schöne überraschende Entdeckung erweist.
Unsere Informationswelt wird mittlerweile von Suchmaschinen bestimmt. CD Schränke bei Freunden (in denen man tolle Scheiben entdecken konnte) werden durch eine kleine Maschine namens iPod ersetzt. Fernsehen via Internet ersetzt das zappen, weil man alle Sendungen immer dann anschauen kann, wenn man Zeit hat. Podcasts haben den selben Effekt. Ebooks werden der nächste Schritt sein – weg vom Bücheregal. Qype weist uns den Weg in das nächste Restaurant mit mindestens acht positiven Empfehlungen. Die Musikvorschläge in iTunes, Diskussionsrunden in Xing oder in Facebook und Zwitschern in Twitter bieten keinen Ersatz. Sie stellen lediglich Info Management und Gruppendenken dar, anstatt echte neue Entdeckungen.
Für Serendipity braucht man Zeit und Ruhe. Entspannt mit dem Partner durch die Stadt spazieren und überraschend im Kino oder einem neuen Restaurant landen. Gelassen an Schaufenstern vorbeischlendern und spontan etwas Schönes kaufen oder auf dem Weihnachtsmarkt leckere Plätzchen entdecken. Ich glaube, Weihnachten hat das Potenzial Serendipity zu schützen !

Montag, 16. November 2009

Nachhaltigkeitsillusionen

Die Meeresspiegel steigen, die Erde erwärmt sich, die Müllberge wachsen. Unsere Öko-Anstrengungen sind halbherzig: Wenn Sie Ihr Zehn-Liter-Auto gegen ein Fünf-Liter Auto eintauschen ist das so, als wenn Sie anstatt zehn Plastikflaschen in Zukunft nur noch fünf in den Straßengraben werfen würden. Machen Sie hoffentlich auch nicht. Wir Deutsche denken, wir seien Öko-Weltmeister, in einer Studie der amerikanischen National Geographic Society landen wir unter 17 Ländern aber nur auf Platz 10. Das wissen wir eigentlich alles. Warum aber ändern wir unser Verhalten trotzdem nicht grundlegend?

Die meisten unserer Entscheidungen treffen wir im Spannungsfeld zwischen Analyse (Kosten/Nutzen) und Emotionen (Risiko/Belohnung). Die (Mehr-)Kosten für nachhaltiges Verhalten entstehen sofort. Der Nutzen „heile Welt“ stellt sich – ziemlich abstrakt – erst nach 40 Jahren ein. Jetzt im nassen und kalten Herbst Samstags morgens mit dem Fahrrad anstatt im Auto mit Sitzheizung zum Bäcker fahren, erscheint uns doch wirklich unnötig hart, oder?
Was bedeutet das? Nachhaltiges Verhalten darf nicht an Verzicht geknüpft sein. Nullemission, Passivhaus und Abfallvermeidung klingen unattraktiv. Nachhaltigkeit soll Spaß machen, Arbeitsplätze schaffen und sofort Geld verdienen. Geht auch. Schauen Sie zum Beispiel mal unter www.guessing.co.at unter dem Link „Wirtschaft“ nach. So machen beispielsweise Energiegewinnung und Verbrauch wieder Spaß!

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Die Sicherheit richtig verstanden zu werden

Kommunikationstest:

Nutzen Sie die Effizienz eines Netzwerks von Spezialisten. Custom Made: Wir passen unsere Forschung auf Ihre Bedürfnisse an – nicht umgekehrt. Unsere Spezialisten verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Werbewirkungsforschung.
Wie erfolgreich wird Ihre Kommunikation sein? Welche Botschaften nehmen Ihre Kunden war? Wie gut passt der Auftritt in Ihren Gesamtmarketingmix?
Preisbeispiel: zwei Gruppendiskussionen plus Online-Quantifizierung* in Deutschland ab 12.000 Euro; in drei Ländern Westeuropas ab 29.000 Euro. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Rufen Sie uns an!


*GD jeweils N=8, 2 Stunden Dauer; Quantifizierung N=200/Land, jeweils 15 Minuten Fragebogenlänge: Ihre Anzeige eingebunden in eine virtuelle Zeitschrift zum blättern; ausführlicher Bericht in PowerPoint, eine Präsentation in Deutschland

Dienstag, 6. Oktober 2009

Beweglichkeit im Blockdenken

Haben Sie in den letzten Jahren auch um die Zukunft unseres Lieblingsspielzeugs „Lego“ gefürchtet? Erst hatten wir die schönen bunten Steine mit denen man so toll bauen konnte. Dann kamen Polizeimotorräder, Lego-Puppenhäuser und Bauernhöfe mit Tieren dazu: Rollenspiele… Vor einigen Jahren versuchte das dänische Unternehmen erfolglos dem Computertrend mit High-Tech Spielzeug zu folgen: zu viel Technik für die junge Zielgruppe und die immer älter werdenden Fans von früher waren auch nicht zu begeistern. Deshalb änderte man die Strategie erfolgreich und setzt nun auf qualitativ hochwertige (kein Made in China!) Nachbauten von Sehenswürdigkeiten und Hollywood Klassikern. Zweistellige Wachstumsraten sind die Folge.
Warum schreiben wir darüber? Weil der frühere Toys „R“ Us Manager John Barbour den Erfolg mit den Worten kommentiert: „Sie müssen das tun, was Ihre Kunden wünschen.“ […] „Man muss nicht nur die besten Produkte sondern verkäufliche Produkte entwickeln.“ Und wie sieht das bei Ihnen aus? Wie sicher sind Sie, dass Ihre Neuentwicklungen die Träume Ihrer Kunden erfüllen? Wie gut sind Sie über die Nutzung sowie die Anforderungen an Ihre Produkte informiert und wie treffsicher sind Ihre Lösungen dazu? Diese Fragen können wir mit unserer Innovationsforschung beantworten – sogar bevor Sie mit der Entwicklung beginnen.

Mittwoch, 5. August 2009

Wir sind umgezogen!


Am 3. August ist die 21research GmbH in die Schloss-, Spargel- und Festspielstadt Schwetzingen umgezogen. Sie finden uns im neu renovierten und zum Bürohaus umgebauten ehemaligen Bahnhofsgebäude von Schwetzingen. Das Objekt wurde als flexibles und effektives Organisations- und Kooperationssystem gestaltet und trägt mit seinem „Null-Heizkosten-Konzept“ aktiv zum Klimaschutz bei.



Unsere neuen Koordinaten:

21research GmbH

Bahnhofanlage 3

68723 Schwetzingen

Telefon: 06202 5777888

Fax: 06202 5777889

Mobil: +49 175 221 6468 (wie bisher)

eMail: kontakt@21research.de



Anfahrt mit der Bahn: vom Bahnhof Mannheim mit der RB 2 in Richtung Karlsruhe; aussteigen am Bahnhof Schwetzingen; der Eingang zu den Büros befindet sich auf der Straßenseite des Bahnhofsgebäudes.

Anfahrt mit dem Pkw: Autobahn A6 oder A5 Abfahrt Schwetzingen; in Richtung Schwetzingen fahren; in Schwetzingen der Beschilderung in Richtung Bahnhof folgen; es finden sich ausreichend Parkplätze in der Nähe des Hauses.



Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mit besten Grüßen, Ihr

Jörg Domhöfer

Donnerstag, 23. Juli 2009

40 Jahre Mondlandung

Seit der berühmten Berliner Grundsatzrede des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog aus dem Frühjahr 1997 ist die Ruck-Rede zum geflügelten Wort geworden. Herzog forderte damals die Deutschen dazu auf, den Teufelskreis aus Resignation, Reformblockade und Verlust an wirtschaftlicher Dynamik zu durchbrechen. Die Wirkung dieser Rede mag jeder selbst beurteilen.

Die folgenreichste Ruck-Rede mit unbestreitbar fundamentaler Wirkung hat aber schon lange vor Herzog ein Politiker ganz anderen Formats gehalten: John F. Kennedy. Am12. September 1962 hielt er an der Rice University eine Rede, in der ankündigte, Amerika wolle noch vor Ablauf des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond bringen und wieder sicher zur Erde zurückholen. Interessant und beachtenswert ist die Motivation: „Wir haben uns entschieden, in diesem Jahrzehnt zum Mond zu fliegen und andere Dinge zu unternehmen, nicht weil sie einfach sind, sondern weil sie hart sind.“ Nichts also für Dünnbrettbohrer. Mit diesen Worten gelang es dem jungen, charismatischen Präsidenten das Volk und die Politiker hinter sich zu einen. Nur so konnte das größte zivile Unternehmen in der Geschichte der Menschheit gelingen.

Die Begeisterung über die erste Landung von Menschen auf dem Mond ist immer noch lebendig, wie das heutige 40-jährige Jubiläum und seine Rezeption in den Medien beweist. Welcher Politiker vermag heute noch eine solche Begeisterung auszulösen, und wo ist das Volk, das diese Begeisterung aufgreifen und zur nationalen Aufgabe erheben kann?

Falls Sie die Rede im Wortlaut nachlesen möchten: www.hbci.com/~tgort/jfk_rice.htm

Thomas Bührke
www.buehrke.com

Freitag, 10. Juli 2009

"Filme zu zeigen, reicht nicht"

Bei Blickpunkt:Film im Interview.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Piraten des 21. Jahrhunderts

The Pirate Bay – wohl das berühmteste Filesharing Portal derzeit – wird die Anonymität der Nutzer in Zukunft mit Hilfe von VPN Technologie schützen. Ungeachtet der Illegalität, spricht dies für die enorme Energie und den Erfindergeist der Betreiber. Offenbar entwickeln sich im Internet neue Märkte und Dynamiken, die sich nicht mehr aufhalten lassen. Auch nicht durch die mächtigen Musik- und Videolables, die – mit entsprechendem Aufwand und Imageschaden – als Goliaths gegen die kleinen Davids kämpfen. Die Sympathien und die Bewunderung liegen zur Zeit eher auf Seite der Piraten und der (jungen) Konsumenten.

Die Branche wird akzeptieren müssen, dass für Konsumenten nicht mehr der Besitz von Musik im Vordergrund steht, sondern die Nutzung. Natürlich wird es immer Menschen geben, die Musik und schöne Cover auch besitzen wollen, aber grundsätzlich ist für die meisten die Diskrepanz zwischen 20 Euro Kaufpreis und 0 Euro Kopierkosten zu groß. Ein neues Geschäftsmodell muss also zunächst auf die Nutzung und später auf das Teilen abzielen: Im ersten Schritt (Nutzung) wäre ein Modell analog zur GEMA oder den Rundfunkgebühren denkbar. Im zweiten Schritt (Teilen) muss das Geld beim Datentransfer verdient werden.

Ein Sprichwort sagt, „umarme Deinen Feind“: die Branche sollte die Energie, die Intelligenz und den Entwicklergeist der jungen Rebellen nutzen und sich an die Spitze eines nicht mehr aufzuhaltenden Fortschritts stellen.

Dies betrifft übrigens auch Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Auch für letztgenannte ist die Herausforderung bereit sichtbar. Schlaue Verleger richten sich schon jetzt darauf ein.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Mobilität im 21. Jahrhundert

Letzte Woche lese ich in einer großen deutschen Tageszeitung einen ganzseitigen Artikel über die Zukunft des Automobils. Der geschäftsführender Gesellschafter eines namenhaften deutschen Instituts für Neuromarketing behauptet darin, dass Premiummarken und Premiumautomobile ausgedient hätten. Es gäbe einen neuen Status und der baue auf Nachhaltigkeit auf. Premiumautos würden in Zukunft durch Premiummobilitätskonzepte ersetzt. Als Beispiel führt er den Smart Fortwo an.

Hierzu fällt uns bei 21research ein: Wenn man einen Markt erneuern möchte, sollte man nicht alten Wein in neuer Verpackung anbieten. Die Trends Statuswandel und Nachhaltigkeit sind nicht neu, sondern in der soziokulturellen Forschung bereits seit etwa 10 Jahren bekannt, beobachtet, beschrieben und interpretiert. Die Suche nach neuen Mobilitätskonzepten ist auch nicht neu. Große Autovermieter und andere Unternehmen bieten solche Mobilitätskonzepte bereits an. Das Auto wird seinen Wert als wichtiges Statusmittel weltweit sicherlich in den nächsten 10-15 Jahren nicht verlieren. Natürlich kommt vor allem in Deutschland und in Westeuropa eine große Portion Nachhaltigkeit zum Status hinzu, in Asien aber wird das Thema Umwelt noch lange eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen.

21research bietet Forschungs- und Beratungsverfahren an, die wirklich innovative Entwicklungen zu schaffen, die Möglichkeiten öffnen, wirklich neue Wege zu beschreiten. Fragen Sie uns!

Donnerstag, 7. Mai 2009

Hans-Peter Müller-Lüdenscheid von Blumenkohl-Schubert im 21. Jahrhundert

Gestern Nachmittag hat das Bundeverfassungsgericht Doppeldoppelnamen verboten. Das Urteil ist eigentlich relativ unerheblich, weil der rechtlich anerkannte Familienname lediglich gegenüber Behörden genutzt werden muss. Im Privat- und Geschäftsleben dürfen wir auch weiterhin unserer Phantasie weitgehend freien Lauf lassen.

Das Urteil des BVG fügt sich aber schön mit einem Artikel in der New York Times von gestern über uns Menschen und unsere Persönlichkeiten im 21. Jahrhundert – im Zeitalter des World Wide Web 2.0: “You are not a worker, you are not a job title! You’re a brand” schreibt Alina Tugend. Und: “If you do not brand yourself, Google will brand you” ergänzt Sherry Beck Paprocki. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor: Man lernt auf einem Meeting oder einer Konferenz jemanden kennen. Am nächsten Tag sucht man bei Google nach Informationen über diese Person. Tun Sie nicht? Sollten Sie aber. Besonders Ihren eigenen Namen mal googeln und sehen, was die Suchmaschine über Sie berichtet. Ich bin übrigens unter anderem auch ein Schauspieler… und Sie?

Mittwoch, 22. April 2009

Das 21. Jahrhundert: Was haben Botox, Obama und Fußball gemeinsam?

jede unserer Handlungen wird von Emotionen getrieben. Der Fortschritt wird von Emotionen angetrieben. Botox, laut Süddeutsche Zeitung 1 Millionen Behandlungen alleine 2008 in Deutschland, verhilft zu einer der ältesten Emotionen: Attraktivität. Fußball verkauft nichts anderes als Euphorie und Tragik. Barak Obama ist mit Gefühlen perfekt aufgeladene Politik. Alle drei sind derzeit enorm populär und erfolgreich. Während die deutsche Jugend sich zu großen Teilen nicht mehr für Politik interessiert, bringt die Jugendzeitschrift Bravo ein Obama Poster und der Mann ist ein Idol auch für die Deutschen. Welche Emotionen lösen eigentlich Angela Merkel und Frank Walter Steinmeier bei Ihnen und – falls Sie haben – Ihren Kindern aus?

Und welchen emotionalen Mehrwert bietet Ihr Unternehmen für Ihre Kunden und Mitarbeiter, mit Ihren Produkten und Ihrem Image?

Ich wünsche Ihnen einen schönen und erfolgreichen Frühling!